Betrieb & Datenschutz

patchletter läuft auf eigenen Maschinen und auf verwalteten Diensten daneben, alle in der EU.

Ein Werkzeug, das weiß, welche Software du betreibst, hält eine sensible Liste. Wo sie liegt, wer sie anfassen kann und was wir nicht selbst betreiben, steht hier. Was auf dem Server passiert, siehst du von außen nicht. Dafür steht dabei, woran wir es jeweils geprüft haben.

Wo die Daten liegen

Jede Maschine steht hier mit Betreiber und Ort, keine unbenannte Cloud-Region. Anwendung, Datenbank und Objektspeicher laufen bei Scaleway in Paris, und seit dem Subdomain-Umzug am 29. August 2026 laufen Reichweitenmessung, Fehler-Monitoring und der Eingang unserer maschinell gelesenen Adressen auf derselben Instance; das unabhängige Verfügbarkeits-Monitoring läuft auf unserer eigenen Maschine bei IONOS in Berlin. Die Sicherungen der Datenbank gehen drei Wege, und der Absatz unter der Tabelle sagt welche: Paris, Amsterdam, Berlin. Jeder beteiligte Anbieter ist ein europäisches Unternehmen, und jeder Verarbeitungsort liegt in der EU — auch die autoritativen Nameserver der Domain.

KomponenteBetrieben vonOrt
Anwendung (Web, Worker, Reverse-Proxy)Scaleway SAS — eigene InstanceParis, Frankreich
Datenbank und ObjektspeicherScaleway SAS — verwaltete DiensteParis, Frankreich
Sicherungskopien der Datenbank, alle 15 MinutenScaleway SAS — Objektspeicher in einer zweiten RegionAmsterdam, Niederlande
Mail-Empfang (hello@, legal@ …) und verschlüsselte Sicherungskopienmailbox.org (Heinlein Hosting GmbH)Berlin, Deutschland
Versand der Anmeldelinks und BestätigungsmailsScaleway SAS (Transactional Email)Paris, Frankreich
Versand der Update- und SicherheitsmailsLOGIN SystemHaus GmbH (mailbridge)Wiesbaden, Deutschland
Reichweitenmessung (Umami)Selbst betrieben auf unserer Instance bei Scaleway SASParis, Frankreich
Fehler-Monitoring (Bugsink)Selbst betrieben auf unserer Instance bei Scaleway SASParis, Frankreich
Verfügbarkeits-Monitoring (Statusseite)IONOS SE — bewusst getrennte MaschineBerlin, Deutschland

Zwei Adressen liest kein Mensch, sondern die Anwendung: dmarc@ (Berichte anderer Mailserver darüber, ob in unserem Namen gefälschte Mail unterwegs ist) und unsubscribe@ (Abmeldung per Mail mit einem Klick). Das Postfach schickt Kopien dieser beiden — und nur dieser beiden — an unsere eigene Instance in Paris; dort reicht Postfix sie über eine verschlüsselte Verbindung an die Anwendung weiter. Ein Abholer für das ganze Postfach hätte der Anwendung auch die Post an hello@, legal@ und security@ zugänglich gemacht.

Von der Datenbank gibt es mehr als eine Sicherung, und sie liegen in mehr als einem Land. Scaleway sichert die verwaltete Datenbank alle sechs Stunden selbst und hält diese Stände sieben Tage lang — in derselben Region wie die Datenbank, was gegen eine kaputte Instanz hilft und gegen den Ausfall dieser Region gar nicht. Deshalb ziehen wir alle 15 Minuten einen eigenen Dump und legen ihn in einen Objektspeicher von uns in Amsterdam: andere Region, anderes Land, derselbe Anbieter. Und weil ein Anbieter als Ganzes ausfallen oder ein Konto sperren kann, geht ein dritter Satz in den Drive von mailbox.org (Heinlein Hosting, Berlin) — fremder Speicher, ein deutscher, und was dort ankommt, hat unsere eigene Maschine vorher verschlüsselt (Kopia, AES-256-GCM), mailbox.org sieht also ausschließlich Chiffrat. Jeden Dump, den wir selbst ziehen, prüfen wir direkt nach dem Schreiben auf Lesbarkeit; ohne diese Prüfung läge ein abgeschnittener Dump wochenlang in der Rotation und sähe aus wie eine Sicherung. Kein Ziel liegt außerhalb der EU, und keines davon ist ein Hyperscaler. Auf unserer getrennten Maschine bei IONOS in Berlin läuft die Statusseite: status.patchletter.com — sie läuft bei einem anderen Betreiber in einem anderen Land, unter eigener IP.

Unsere Software

Keine proprietäre Blackbox. Jedes Stück hier ist etwas, das SysAdmins auch selbst betreiben — die Datenbank läuft seit dem Umzug als verwalteter Dienst bei Scaleway, alles andere betreiben wir selbst. Und bis auf ALTCHA steht jedes davon in unserem eigenen Katalog, du kannst seine Update-Historie also genauso nachprüfen wie bei deiner eigenen Infrastruktur.

Was wir nicht tun

Was wir nicht selbst betreiben

„In der EU“ heißt nicht „alles auf eigenen Maschinen“. Jeder Anbieter hier unten ist ein europäisches Unternehmen und verarbeitet in der EU — ein Anbieter bleibt er trotzdem, und das gehört auf diese Seite so nüchtern wie der Rest:

Datenbank und Objektspeicher (Scaleway, Frankreich)

Die Maschine in Paris ist unsere — die Datenbank und der Objektspeicher daneben sind es nicht. Beides sind verwaltete Dienste von Scaleway SAS: Managed PostgreSQL und Object Storage, beide in der Region fr-par in Paris. Auf das System darunter haben wir keinen Zugriff; Scaleway spielt dort die Updates ein und sichert die Datenbank nach eigenem Turnus — alle sechs Stunden, sieben Tage Aufbewahrung, in derselben Region wie die Datenbank selbst. Das schützt gegen eine kaputte Instanz, nicht gegen den Ausfall der Region; deshalb liegen unsere eigenen Kopien woanders. Scaleway SAS ist ein französisches Unternehmen ohne US-Muttergesellschaft. Die Datenbank hat keinen öffentlichen Endpunkt; unsere Maschine erreicht sie über ein privates Netz.

Mail-Versand (zwei Wege, Frankreich und Deutschland)

Unsere Post verlässt uns über zwei getrennte Wege. Anmeldelinks, Registrierungsbestätigungen, Einladungen und Bestätigungsmails gehen über Scaleway Transactional Email (Scaleway SAS, Paris) — eine französische Firma, Verarbeitung in Frankreich. Update-Mails und Sicherheitswarnungen gehen über mailbridge (relay3.spamgo.de) der LOGIN SystemHaus GmbH in Wiesbaden, Verarbeitung ausschließlich in Deutschland. Mailjet SAS (Frankreich) bleibt als Rückfallweg eingerichtet, gedeckelt auf 200 Nachrichten am Tag. Alle drei sind europäische Unternehmen ohne US-Mutter. Die Trennung gibt es, weil das Relay des Massenversands schubweise zustellt, mit Pausen von bis zu einer Viertelstunde — für einen Tages-Digest harmlos, aber ein Anmeldelink, der eine Viertelstunde zu spät kommt, ist ein kaputter Login. Welche Relays in unserem Namen senden dürfen, steht im SPF-Eintrag von notify.patchletter.com. Auf keinem der Wege gibt es Klick- und Öffnungs-Tracking, das man abschalten müsste: einfaches SMTP kennt so etwas nicht.

DNS (Scaleway, Frankreich)

Auch die autoritativen Nameserver der Domain sind nicht unsere — es sind die von Scaleway (ns0/ns1.dom.scw.cloud), und Scaleway ist auch der Registrar. Über den Dienst laufen ausschließlich Namensauflösungen: keine Konto-Daten, keine Mail-Inhalte.

Das Postfach — und die verschlüsselten Sicherungskopien (mailbox.org, Deutschland)

Post an eine @patchletter.com-Adresse nimmt mailbox.org (Heinlein Hosting GmbH) in Berlin für uns entgegen, speichert sie dort, und dort wird sie auch gelesen. Im selben Konto liegt der äußerste der drei Sätze Sicherungskopien der Datenbank — verschlüsselt, bevor er unsere Maschine verlässt (Kopia, AES-256-GCM), sodass mailbox.org davon nur Chiffrat sieht und nie einen lesbaren Dump.

Auch die Zertifizierungsstelle

Jedes Zertifikat, das wir ausliefern, stammt von Actalis S.p.A. in Bergamo, Italien — einer europäischen Zertifizierungsstelle und Mitglied im CA/Browser Forum. Das gilt für patchletter.com, www und jede Subdomain, für die Statusseite auf ihrer eigenen Maschine und für das SMTP-TLS des Mailservers auf Port 25. Keine US-Zertifizierungsstelle stellt für patchletter.com aus.

Strom und Klima

Für Strom und Effizienz unserer Instance in Paris liegt uns keine belegte Zahl vor, deshalb nennt dieser Abschnitt keine. Wir könnten die Angaben unseres Anbieters zitieren, aber eine Zahl, die wir nicht selbst nachprüfen können, hat auf dieser Seite nichts verloren. Sobald uns eine belegte Angabe vorliegt, steht sie hier — eine Lücke ist ehrlicher als eine geliehene Zahl.

Eine Selbstverpflichtung, keine Behauptung

Von jedem bezahlten Pro-Abo pflanzen wir zwei Bäume im Jahr über PLANT-MY-TREE, eine deutsche Aufforstungsinitiative. Die Zusage hängt am Abo und nicht am Gewinn — sie steht also unabhängig davon, ob ein Jahr gut läuft. Sobald die ersten Bäume stehen, steht die Zahl hier.

PLANT-MY-TREE

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Fragen

Was kostet patchletter?

Die Update-Mail kostet nichts: Du hakst deine Produkte an und erfährst, wenn der Hersteller eine neue Version veröffentlicht hat. Katalog, Produktseiten und die Angaben zu Sicherheitslücken und Support-Enden stehen jedem offen, ohne Konto. Bezahlt werden die Warnmails — zu Sicherheitslücken, aktiv ausgenutzten Schwachstellen und Support-Enden — und eine offiziell gekennzeichnete Herstellerpräsenz auf Produktseiten. Zwischen den Einträgen steht nie Werbung, und sie beeinflusst nicht, was wir melden.

Wer sieht, welche Software ich verfolge?

Nur der Betreiber über die Administrationsoberfläche, und das ausschließlich zum Betrieb des Dienstes. Die Liste geht nie an Dritte und wird nicht für Werbung genutzt. Löschst du dein Konto, verschwinden Konto und Liste sofort aus dem Livebetrieb — echter Hard-Delete, kein Markieren. Aus den Sicherungen rotieren sie mit dem Turnus des jeweiligen Ziels heraus: die Sicherungen, die Scaleway von der Datenbank anlegt, nach sieben Tagen; die Dumps in unserem Objektspeicher in Amsterdam nach 30 Tagen; die verschlüsselten Kopien im Drive von mailbox.org ebenfalls nach 30 Tagen.

Scannt patchletter meine Systeme?

Wir fragen deine Hosts nie ab — auch dein FortiGate merkt nichts von uns. patchletter liest die Herstellerquelle, nicht dein Netz. Die einzige Verbindung richtest du selbst ein: ein Webhook-Ziel für neue Releases, nur an öffentlich erreichbare Adressen, nie in ein privates Netz.

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